Energiewende weiterdenken: Lösungen für Post-EEG-Anlagen

EEG-Novelle: Lösungen für Solaranlagen der ersten Stunde

Ab 2021 läuft die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für die ersten Solaranlagen aus. Was tun, wenn die Anlage trotzdem läuft und läuft und läuft? Dann können Anlagenbetreiber ihre Solaranlage jetzt fit für die Energiewende zu Hause machen. Und damit weiter aktiv zum Klimaschutz beitragen. Wir zeigen drei Möglichkeiten.

Erneuerbare Energien decken mittlerweile fast die Hälfte des Strombedarfs in Deutschland – das ist ein Riesenerfolg für die Energiewende. Bis 2030 sollen nach den Plänen der Bundesregierung sogar 65 Prozent der Stromversorgung aus regenerativen Anlagen kommen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der garantierten Einspeisevergütung für Solar- und Windkraftanlagenbetreiber setzte die Bundesregierung im Jahr 2000 einen Boom der regenerativen Technologien in Gang. Anfang 2021 endet nach 20 Jahren die Einspeisevergütung für die ersten Anlagen. Leider sieht die von der Bundesregierung geplante EEG-Novelle derzeit keine wirtschaftliche Anschlussregelung zur weiteren Nutzung von Solaranlagen vor und stößt branchenweit auf Kritik.

Nachhaltiges Kraftwerk: Solaranlagen auf Privatdächern

Solaranlagen zeichnen sich durch verschleißarme Technologien und Langlebigkeit aus und können daher weitaus länger als 20 Jahre wertvollen Solarstrom liefern. Wenn ihr demnächst von der auslaufenden Einspeisevergütung betroffen seid, darf eure Anlage nach dem aktuellen Entwurf der EEG-Novelle voraussichtlich bis zum Jahr 2027 weiterhin ins Netz einspeisen. Allerdings bekommt ihr dann nur noch den aktuellen PV-Marktwert vergütet, von dem der Netzbetreiber noch 0,4 Cent/kWh als Vermarktungsentgelt einbehält. Mit einer Vergütung von derzeit unter 3 Cent/kWh deckt ihr kaum eure Betriebskosten, wenn eure Anlage kleiner als 5 kWp ist. Zusätzlich bezieht ihr teuren Strom vom Versorger zu durchschnittlich 31,37 Cent/kWh. Das ist weder fürs Klima noch für den Geldbeutel nachhaltig.

Eigenverbrauch reduziert Netzbezug

Eigenverbrauch ist die Lösung für alle, die ihren Strom nicht unter Wert verkaufen wollen. Denn wer Solarstrom im eigenen Haushalt nutzt, spart fossile Ressourcen, Strom- sowie Vermarktungskosten und entlastet die Netze. Viele Anlagenbetreiber setzen dafür inzwischen auf intelligentes Energiemanagement und Batteriespeicher. Batteriespeicher nehmen überschüssigen Solarstrom auf und stellen ihn zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint oder ein erhöhter Strombedarf besteht. Energiemanager wie der Sunny Home Manager 2.0 verteilen den Solarstrom dann intelligent im Haushalt. Gleichzeitig schützen Backup-Systeme vor Stromausfällen im öffentlichen Netz. Auch das Thema Elektromobilität nimmt immer mehr Fahrt auf – und ermöglicht gerade Solaranlagenbetreibern den entscheidenden Schritt in Richtung Energiewende auf der Straße. Denn mit Solarstrom im Tank wandeln sie klimafreundliche Sonnenenergie direkt in Reichweite auf der Straße um.

Individuelle Lösungen für Anlagenbetreiber

Je nach persönlichem Bedarf gibt es mit dem SMA Energy System Home individuelle Lösungen, um euren wertvollen Solarstrom weiterhin gewinnbringend zu nutzen:

1. Anlage auf Eigenverbrauch umstellen: Verbraucher intelligent steuern

Anlage modernisieren: Verbraucher intelligent steuernDie vorhandene Solaranlage wird von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umgestellt und idealerweise mit einem aktuellen Wechselrichter modernisiert. Zusätzlich kann ein intelligenter Energiemanager wie der Sunny Home Manager 2.0 automatisch dafür sorgen, dass ihr möglichst viel selbst erzeugten Solarstrom nutzt. Damit müsst ihr weniger teuren Strom aus dem Netz beziehen. Es lassen sich auch weitere Anwendungsbereiche wie die Warmwasserbereitung oder Elektromobilität einbinden.

Die Vorteile im Überblick:

  • Geringer Investitionsaufwand
  • Nutzung moderner Technologien
  • Weniger Netzbezug und geringere Stromkosten
  • Stromerzeugung und -verbrauch mit der SMA Energy App im Blick behalten
  • Optional Elektrofahrzeug einbinden
  • Offen für künftige Direktvermarktung des Überschuss-Stromes

Offene Punkte in der aktuellen EEG-Novelle sind die Zählereinbindung, ob Betreiber eine EEG-Umlage auf Eigenverbrauch zahlen müssen und ob und wie sie Überschuss-Strom einspeisen dürfen. Wir informieren euch, sobald es Näheres dazu gibt.

2. Maximal unabhängig: Solarstrom speichern

3. Maximal unabhängig: Solarstrom speichernViele Anlagenbetreiber wollen möglichst ganz auf den Strombezug aus dem öffentlichen Netz verzichten. Mit dem modularen SMA Energy System Home kommt ihr diesem Szenario recht nahe, wenn ihr eure bestehende Solaranlage um einen Batteriespeicher, einen intelligenten Energiemanager, einen modernen Wechselrichter und optional eine Wallbox wie den SMA EV Charger für Elektromobilität ergänzt. Eure Solaranlage wird dann von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umgestellt. Je nach Solarleistung und Kapazität der Batterie versorgt ihr euch dann sogar nachts flexibel mit selbst erzeugtem Solarstrom. Einige Bundesländer wie Thüringen, Brandenburg oder Sachsen fördern auch die Nachrüstung mit Batteriespeichern mit bis zu 300 €/kWh.

Das bringt euch Option 2:

  • Modernes ganzheitliches Energiesystem
  • Nur noch minimaler Netzbezug und Stromkosten
  • Energiesystem mit der SMA Energy App im Blick behalten
  • Optional Elektrofahrzeug einbinden
  • Offen für künftige Direktvermarktung des Überschussstroms

Offene Punkte in der aktuellen EEG-Novelle sind die Zählereinbindung, ob Betreiber eine EEG-Umlage auf Eigenverbrauch zahlen müssen und ob und wie sie Überschuss-Strom einspeisen dürfen. Wir informieren euch, sobald es Näheres dazu gibt.

3. Anlage modernisieren: Die Energiewende zu Hause gestalten 

Anlage repowern: Auf effizienteste Solartechnik setzenWenn eure Anlage nicht mehr die erwünschten Solarerträge bringt, einzelne Komponenten defekt sind oder euer Strombedarf den Solarertrag übersteigt, könnt ihr eure Anlage modernisieren. Module und Wechselrichter werden dabei durch effiziente und intelligente Anlagentechnik ersetzt. Mit eurer neuen Solaranlage setzt ihr auf Eigenverbrauch und könnt den Überschuss-Strom zur einer festen EEG-Vergütung von etwa 8 Ct/kWh für 20 Jahre einspeisen.

So profitiert ihr von Option 3:

  • Moderne, effiziente Solarmodule und Wechselrichter
  • Höhere Anlagenleistung, abgestimmt auf euren Bedarf
  • Einfache Speichereinbindung mit Fördermöglichkeiten
  • Ganzheitliches und modular erweiterbares Energiesystem
  • EEG-Vergütung für eingespeisten Strom
  • Eigenverbrauch nutzen und Netzbezug reduzieren
  • Energiesystem mit der SMA Energy App im Blick behalten
  • Speicher und Elektrofahrzeug optional einbinden

Weiterführendes für Installateure und Anlagenbetreiber

Bis Ende des Jahres 2020 wollen Bundesregierung und Parlament eine überarbeitete Version des Erneuerbare- Energien-Gesetztes verabschieden und ab dem 1.1.2021 gültig sein. Dieses Gesetz befindet sich derzeit noch im parlamentarischen Prozess und der Diskussion.

Als Installateur wollt ihr eure Kunden aber sicherlich über passende Lösungen zum Weiterbetrieb ihrer Solaranlage informieren. Dann besucht gerne unser kostenfreies Webinar zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Am 3. Dezember 2020 stellen wir euch den aktuellen Stand zur EEG-Novelle vor und zeigen attraktive Erweiterungsmöglichkeiten für bestehende Solaranlagen.

 

Für Solaranlagenbetreiber: In unserer Fachhandwerkersuche findet ihr qualifizierte Installateure in eurer Nähe, die euch professionell zur passenden SMA Lösung beraten können.

 

2 Kommentare
  1. Avatar
    Andreas Fendt sagte:

    eindeutiger Fehler „Das ist weder fürs Klima noch für den Geldbeutel nachhaltig“ Dem Klima und den Elektronen ist es egal, ob ich den Strom erst meßtechnisch einspeise und dann wieder zurückkaufe. Physikalisch ändert sich da gar nichts! Einen funktionierenden Wechselrichter durch einen aktuellen zu ersetzen ist hingegen eine resourcenverschwendene Klimaschädigung. Das mag zwar dem Umsatz von SMA dienen, nicht aber der Umwelt. Ähnliches gilt für den Einsatz von Speichern, die mit bis zu 30% Verlusten weder klimaschonend, noch derzeit wirtschaftlich sind und meist soagr noch gegen die Netzlast arbeiten. Man darf aber darauf hinweisen, daß die SMA Tochter Coneva zusammen mit den Elektrizitätswerke Schönau EWS in einem Pilotprojekt Netzdienlichkeit von Prosumer Anlagen entwickelt hat und die EWS nun eine wirtschaftliche Möglichkeit für den Weiterbetrieb von Ü20 Anlagen anbieten. Hinweis: es gibt auch Ü20 Anlagen, gerade in der Landwirtschaft, bei denen Umstellung auf Eigenverbrauch nicht möglich ist. https://www.ews-schoenau.de/die-ews-solaroffensive/pv-altanlagen/

    Antworten
    • Anke Baars
      Anke Baars sagte:

      Hallo Andreas,
      vielen Dank für die Antwort.
      Es geht bei der Darstellung der Lösungen um einen nachhaltigen Weiterbetrieb bestehender Solaranlagen. So kann nach geltendem EEG ein Tausch des Wechselrichters ab 1. Januar 2021 für Anlagenbetreiber tatsächlich sinnvoller sein als die weitere Einspeisung über die sonstige Direktvermarktung. Denn anstatt einen erforderlichen RLM-Zähler mit laufenden jährlichen Kosten von einigen Hundert Euro zu installieren, ist für Betreiber kleinerer Solaranlagen eine sogenannte Nulleinspeise-Anlage attraktiver. Diese ist allerdings nur mit aktueller Wechselrichter-Technologie zu realisieren, daher der Gerätetausch. Sollte der Gesetzgeber die weitere Einspeisung zu wirtschaftlichen Bedingungen ermöglichen, ist auch ein Tausch natürlich weiterhin nur im Fehlerfall notwendig.
      Dass Speicher „noch gegen die Netzlast arbeiten“ stimmt so nicht. Intelligente Systeme laden ausschließlich mit überschüssigem Solarstrom und entladen nur dann, wenn es erforderlich ist. Speicher sind auf jeden Fall eine sinnvolle und notwendige Technologie, um regenerativen Strom für Zeiten ohne Sonne, Wind & Co. zu speichern. Ein Speicher rechnet sich auch für Post-EEG-Anlagen innerhalb von zehn Jahren, aber auch das hängt letztendlich von den Gesetzesänderungen ab.
      Das Angebot der EWS Schönau begrüßen wir, es bleibt aber den Kunden im Netzgebiet der EWS Schönau vorbehalten.
      Ja, es gibt Anlagen, für die eine Umstellung auf Eigenverbrauch nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Wir bleiben da auf jeden Fall am Ball und informieren über mögliche Alternativen.
      Viele Grüße,
      Anke

      Antworten

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