Moin, moin in Hamburch

Dieser Artikel erschien 2011. Die Tipps und Techniken können möglicherweise veraltet sein.

von Katrin Sirringhaus (Gastbeitrag), , 0 Kommentare

Es ist ein Freitag morgen im Oktober, 7.20Uhr. 14 zitternde Menschen klammern sich an ihre nur noch lauwarmen Kaffeebecher einer bekannten Bäckereikette und warten auf die letzten Nachzügler der Azubi-Fahrt. Um 7.39 Uhr kam endlich der langersehnte und angenehm klimatisierte (was keine Selbstverständlichkeit ist, hab ich gehört) ICE Fahrtrichtung Hamburg. Die angenehme Ruhe, die im Vergleich zum Trubel am Bahnhof hier herrschte, verleitete einige wenige, mich eingeschlossen, dazu die Augen noch ein wenig zu schonen.

Ruhe vor dem Sturm

Blick auf den Hamburger Hafen

Blick auf den Hamburger Hafen

Doch die Ruhe vor dem Sturm währte nicht lange, als plötzlich ein ohrenbetäubendes Kreischen hinter mir ertönte. Was mir (wohlgemerkt trotz schallender Musik aus meinen Kopfhörern) einen großen Schreck einjagte und mich aus dem Halbschlaf riss entpuppte sich später als 8-köpfiges Frauenteam eines Schützenvereines. Selbst ohne Gehör hätte man auf den ersten Blick feststellen können, dass diese Truppe mächtig Spaß hatte: Ein Sabberlätzchen im Bärendesign, eine „Trinkbrille“ und Trichtersaufen, ganz zu schweigen von einer Stripeinlage, die vor allem Anna aus nächster Nähe bewundern konnte, waren nur einige Anzeichen…

Azubis im größten Hafen Deutschlands

Quer durch die Speicherstadt

Quer durch die Speicherstadt

Aber zurück zum eigentlichen Thema: In Hamburg angekommen stellte die Suche nach dem richtigen Ausgang noch ein kleine Herausforderung dar, aber als auch diese Hürde gemeistert wurde, stand der richtige Bus schon bereit, mit dem wir den Hamburger Hafen besichtigten. Nach der Erfindung des Containers, der eine wahre Revolution hervorrief, wuchs der Hamburger Hafen auf eine Länge von 235 km, auf denen 85 Millionen Tonnen Ware jährlich umgeschlagen werden. Kein Wunder, dass der Hamburger Hafen der größte Deutschlands und nach Rotterdam und Antwerpen der drittgrößte Hafen Europas ist. Ganz besonders beeindruckend waren für uns „Kleinstädter“ vor allem die AGV (Automatic Guided Vehicles), die den fahrerlosen Transport von Containern ermöglichen. Fahrerlos bedeutet in diesem Fall nicht einfach fahrerlos, sondern eine Fläche von 1.400m x 100m, die von Menschen nicht betreten werden darf. In diesem Gebiet gilt der Mensch als Fehlerquelle und Störfaktor und ist deshalb unerwünscht (Wo soll das alles noch hinführen? *g*).

Kultur und Kaffee

Im Museum gibt´s viel zu sehen

Im Museum gibt´s viel zu sehen

Doch waren es schlussendlich nicht nur die gigantischen Eindrücke, die der Hafen bei uns hinterließ, sondern vor allem auch die kleinen Rückzugsorte für Seefahrer, die dort kaum zu vermuten waren. Einen davon den „International Seamen’s Club“ durften wir in unserer kurzen Pause kennenlernen und wie es für Groß- und Außenhändler so üblich ist, waren wir überwältigt von den verschiedenen Kulturen, die dort Einzug halten, oder gehalten haben. Nach einer Tasse Kaffee, einem Gruppenfoto und einer Runde Billard mit teils strittigem Regelwerk ging es mit dem Bus weiter. Am Ende der kurzweiligen Rundfahrt standen eine positive Reizüberflutung, viel neues Wissen und die Freude auf das bevorstehende Mittagessen.

Zollmuseum und Heimfahrt

Der Besuch im Zollmuseum ist leider kaum der Rede wert und enttäuschte mit der Größe und einer nicht vorhandenen Führung, die vorher hätte angemeldet werden müssen. Somit war es leider etwas müßig sich die Beschreibungen der einzelnen Exponate durchzulesen und außerdem lockte die Freizeit in der großen Stadt!

Pünktlich um 19.00 Uhr fanden sich alle Azubis wieder am Bahnhof Hamburg ein und freuten sich mit teils schmerzenden Füßen, aber trotzdem zufrieden mit dem Ausflug, auf die Heimfahrt.

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