Unabhängigkeitserklärung für Zuhause: Solarstrom speichern

SMA Solar Energie

Solare Rekordernten in Europa: Für Solaranlagenbetreiber waren insbesondere die Sommer der letzten Jahre sehr ertragreich. Während die Natur unter der Hitze und Dauerbestrahlung ächzte, produzierten Millionen Photovoltaik-Anlagen fleißig grünen Strom. Anlagenbetreiber Vincent Illian macht sich mit einem Speichersystem immer unabhängiger vom Energieversorger. Mitten in Deutschland.

Vincent Illian aus Kassel ist einer, der nie genug Sonne kriegen kann. Denn seit 2002 betreibt er auf dem Dach des elterlichen Hofes eine Solaranlage. Er nutzt damit die natürliche Ressource Sonne für die Stromversorgung zu Hause. „Im Rekordsommer 2018 waren wir dadurch monatelang zu 99 Prozent unabhängig vom Stromversorger.“ Und das mitten in Deutschland.

Zunächst gingen in der solarbegeisterten Familie 3,3 Kilowatt PV-Leistung als reine Einspeisung ans Netz. Dafür gibt es für 20 Jahre eine festgelegte Einspeisevergütung. „Damals war man mit dem Eigenverbrauch noch nicht so weit. Aber mein Ziel war schon immer, das Potenzial der Sonne zu nutzen, um eines Tages mein eigener grüner Stromversorger zu sein“, erzählt er. „Ich mag die Sonne, aber die heißen Sommer mit all ihren Auswirkungen auf unser Ökosystem machen mir natürlich auch Bauchschmerzen. Ich will den Klimawandel um jeden Preis verhindern. Und ich will die immer höheren Preise meines Versorgers auf Kosten der Umwelt einfach nicht akzeptieren.“

Klimawandel verhindern

Das funktioniert im Alltag und vor der eigenen Haustür besonders effektiv. Denn rund 30 Prozent der laufenden Betriebskosten eines klassischen Einfamilienhauses sind Stromkosten. Nach den Heizkosten ist das der zweitgrößte Posten im Haushalt. Und wenn der Strom aus konventionellen Kraftwerken kommt, belastet das das Klima.

Anlagenmodernisierung mit Speicher

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2012 installierte Vincent Illian deshalb eine weitere Solaranlage nur für die Eigenversorgung. 15 Kilowatt peak stark ist die Anlage auf dem Dach des Hofes, die den Privathaushalt nun mit erneuerbarer Energie versorgt. Geht es nach Illian, ist damit noch lange nicht Schluss: „Wir haben ja hier wirklich genug Fläche. Da ist noch einiges mehr drin. Das reicht für viel mehr als Wäsche und Geschirr waschen, die Wärmepumpe betreiben oder das Elektrofahrzeug laden. Wir könnten locker auch noch die Nachbarn mitversorgen.“

Energiewende für Jedermann

Im Mai 2018 folgte für ihn konsequent der nächste Schritt: Ein Speicher zog in den Haushalt ein. „Die Versorgung mit Sonnenstrom klappte zwar gut, aber abends oder bei Wolken am Himmel war damit eben auch Schluss. Und beim Stromausfall muss die Anlage sich aus Sicherheitsgründen vom Netz trennen. Dann haben wir keinen Strom, obwohl unter Umständen die Sonne voll scheint.“ Das Speichersystem kam genau zur richtigen Zeit, um den Rekordsommer 2018 voll auszunutzen.

In den Sommermonaten Juli und August war der Haushalt der Familie Illian autark. Über das Online-Monitoringportal Sunny Portal hat Betreiber Vincent alle wichtigen Daten im Blick.

Bei Stromausfall sicher versorgt

Das Besondere dabei: Die enwitec-Box, eine Umschalteinrichtung für die Ersatzstromversorgung. Wenn jetzt das öffentliche Netz ausfällt, muss sich die Solaranlage nicht mehr sicherheitsbedingt automatisch vom Netz trennen. Die Box sorgt dafür, dass der Batterie-Wechselrichter ein eigenes Inselnetz zur Versorgung des Haushalts aus der Solarstromanlage und der angeschlossenen Batterie bilden kann. Und: Sie macht aus einem einphasigen ein dreiphasiges System. „So kommt der Solarstrom auch wirklich aus jeder Steckdose und nicht nur aus jeder dritten“, sagt Vincent Illian. „Wir nutzen den produzierten Strom komplett im Haushalt und sind insbesondere in den Sommermonaten autark, müssen also keinen Strom vom Versorger beziehen. Das ist einfach super.“ Nur das Gartenfest seiner Mutter schmälere die Energiebilanz dann doch ein wenig, schmunzelt er.

Auch Netzbetreiber profitieren

SMA PV-Anlage

Natürlich wird nicht jeder Sommer so sein, wie die der letzten beiden Jahre – und rein auf das Klima bezogen, ist das auch gut so. Das weiß auch Vincent Illian: „Aber jeder sieht, in welche Richtung sich die Stromkosten entwickeln. Da bin ich einfach nur froh, dass wir uns ein Stück unabhängiger machen können. Wir leisten jeden Tag einen Beitrag zum Klimaschutz, das ist ein gutes Gefühl.“

Und auch die Netzbetreiber profitieren von Anlagen wie dieser. Wenn die Solarenergie direkt am Ort der Erzeugung verbraucht wird, müssen die Betreiber ihre Netze nicht großflächig ausbauen, um die schwankende Erzeugung aus Wind- und Solaranlagen aufnehmen zu können. Denn jede Kilowattstunde, die direkt vor Ort verbraucht oder gespeichert wird, landet nicht im Netz.

 

Ihr wollt euch auch unabhängig machen?

Hier findet ihr euren Weg zum Speichersystem

 

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